Verbraucherschützer weisen immer wieder darauf hin: Es ist ein fundamentales Recht aller Bürger, über Produkte, die sie konsumieren, ausführlich informiert zu werden. Experten fordern deshalb seit langem, Warnhinweise auf alkoholische Getränke zu drucken. Alkohol ist, ähnlich wie Tabak, kein normales Konsumgut, sondern gleichzeitig ein Suchtmittel. Insbesondere für Schwangere sind diese Informationen wichtig, da wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass auch moderater und unregelmäßiger Alkoholkonsum in der Schwangerschaft das Risiko von Fehlgeburten und/oder Missbildungen um ein Mehrfaches erhöht. Regelmäßiger schädlicher Alkoholkonsum birgt die Gefahr einer Alkoholembryopathie.
„Vor dem Hintergrund der gesundheitlichen Gefahren durch Alkohol sollten insbesondere schwangere Frauen durch entsprechende Hinweise auf den Flaschen informiert werden. Bei Medikamenten und Tabak wird dies auch nicht in Frage gestellt“, resümiert Peter Anderson, Suchtexperte aus Dänemark.
Die Regierung in Frankreich prüft derzeit, in welcher Form Warnhinweise auf alkoholischen Getränken für schwangere Frauen abgedruckt werden können. Französische Gesundheitspolitiker setzten bereits durch, dass allgemeine Warnhinweise auf jeder Alkoholwerbung prangen. Auch auf europäischer Ebene werden entsprechende Initiativen diskutiert.
„Durch Einbindung in eine massenkommunikative Aufklärungskampagne kann die Effektivität von Warnhinweisen noch erhöht werden. Auch hier gibt es Beispiele aus der Tabakkontrolle“, stellt Peter Anderson heraus.
Quelle: Internet-Auftritt der DHS: www.dhs.de
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