Prävention bei Süchten und Depressionen

Prävention

1. Akupunktur Fragen Sie einfach bei Ihrer Suchtberatungsstelle, Deiner Krankenkasse oder bei Ihrem Hausarzt nach, ob bei Ihnen in der Nähe Akupunktur angeboten wird und von wem die Kosten dafür übernommen werden.

Ich gehe zu einer lokalen Suchtberatungsstelle bei mir im Stadtteil und bin von der Wirkung der Akupunktur begeistert. Man kann keine Wunder erwarten, aber nach jeder Behandlung verspüre ich keinen Suchtdruck mehr und bin wesentlich ausgeglichener und ruhiger. Mir tut es wirklich gut.

2. Selbsthilfegruppen Selbsthilfegruppen sind und bleiben wohl eines der erfolgreichsten Möglichkeiten für Prävention. Jeder sollte eine Gruppe finden, in der er sich wohl fühlt und die für ihn die beste ist. Mir persönlich haben die Anonymen Alkoholiker gut gefallen, aber das kommt natürlich auch immer auf die Gruppenzusammensetzung an.

Am besten guckt man einfach, ob man mit den Menschen dort zurecht kommt. Manchmal muss man mehrere Gruppen aufsuchen und sich ein Bild von ihnen machen, bis man eine findet, in der man sich aufgehoben fühlt.

3. Sport Für mich ist der Sport das Wichtigste um Suchtdruck vorzubeugen, mein Allgemeinbefinden zu verbessern und depressive Stimmungen zu mildern. Wenn ich regelmäßig Fahrrad fahre, tut es meinem Körper und meiner Psyche einfach gut. Ich bin wesentlich ausgeglichener und mir geht es insgesamt besser. Dadurch habe ich auch wesentlich seltener Suchtdruck.

Für Menschen, die vielleicht lange keinen Sport mehr getrieben haben, ist es wichtig, nicht gleich zu übertreiben.

Man sollt langsam anfangen und die Leistung dann allmählich steigern. Voraussetzung ist natürlich, dass man soweit körperlich gesund ist. Außer Fahrrad fahren sind Walken, Schwimmen und andere Ausdauersportarten besonders geeignet .

Ich denke, ein Ziel haben wir alle gemeinsam: eine zufriedene Abstinenz. Der Schlüssel, um trocken zu bleiben, ist, sich immer wieder die Frage zu stellen: was tut mir gut? Was tut Dir gut?

3 Kommentare
  1. Gerhard Arens 8 Jahren vor

    Wenn ich mal Suchtdruck bekomme, gehe ich einfach spazieren. Denn bei einem Spaziergang kann man in Ruhe über alles Nachdenken und vergisst den Druck.

  2. Eine Al-Anon 8 Jahren vor

    Ich glaube, dass die regelmäßige Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe sowohl präventiv ist als auch genesungsfördernd – egal, ob es sich bei der Person um jemanden handelt, die eine stoffliche Abhängigkeit erlebt oder eine psychische Abhängigkeit.

    Selbsthilfegruppen lassen sich einerseits „offline“ finden – es gibt in vielen Städten Beratungsstellen wie oben beschrieben. Dort ist oft auch bekannt, dass es sich bei Alkoholismus um eine Familienkrankheit handelt, wo die ganze Familie mit betroffen ist. Oder einfach mal ins Telefonbuch schauen.

    Andererseits gibt es auch oft Online-Angebote – sei es von den anonymen Alkoholikern oder auch von z.B. Al-Anon – inklusive einer Gruppensuche – als Beispiel sei hier die Gruppensuche von Al-Anon verlinkt: http://www.al-anon.de/meetings/

  3. Bflowertine 8 Jahren vor

    Bei Süchten wird konträr diskutiert, welchen Anteil genetische Disposition und Prägung oder frühe Erfahrungen ausmachen. Immer wieder ist bei Betroffenen von unkontrollierbarem Druck die Rede, der willentlich nicht steuerbar ist – deshalb bitte schön das Ende von der Mär der „Willensschwachen“!

    Prävention im klassischen Sinne ist hier nicht möglich. Festgestellt haben Betroffene, dass es hilft sich zusammen zu tun, sich über die gleichen Probleme auszutauschen und dass es in diesem Austausch und mit Hilfe eines gezielten Programms, beispielsweise das der AA`s leichter fällt, trocken zu bleiben.

    Al-Anon für Familien und Freunde von Alkoholikern http://www.al-anon.de arbeitet in Meetings ebenfalls mit einem fast identischen Programm und ermöglicht es Angehörigen von alkoholkranken Menschen mit ihrer Lebenssituation besser zurecht zu kommen und diese meist sogar zu verbessern.

    Ausgegangen werden kann davon, dass Angehörige, das Trinken ihrer Familienmitglieder nicht verhindern können. Glauben sie dies und verhalten sich dementsprechend, verlängern sie die Krankheit und erkranken selbst physisch und psychisch oftmals schwer.

    Angehörige von alkoholkranken Menschen haben bessere Genesungschanchen für sich und ihre Familie, wenn sie lernen, dass sie das Trinken des anderen nicht verursachen, es nicht kontrollieren und nicht heilen können. Die Initiative Trinkverhalten zu ändern, kann nur vom Betroffenen selbst aus gehen und manche haben das Glück, einen Tiefpunkt zu erleben, der dies auslöst. Viele bekommen aber auch keinen Tiefpunkt und oftmals endet die Krankheit tödlich und Angehörige müssen damit fertig werden. Dafür, aber auch für das Zusammenleben mit nassen oder trockenen Alkoholiker/innen sind Selbsthilfegruppen unabdingbar. Nirgendwo sonst können diese schweren Erfahrungen mit soviel Mitgefühl, Verständnis, Kraft und Hoffnung ausgetauscht werden.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

alko-hohl.de Logo Footer

© 2019 Alko-Hohl.de Alle Rechte vorbehalten.

Mit Benutzername und Passwort einloggen.

Passwort vergessen?