Autor:
Marion Bohn
Verlag:
Marion Bohn GmbH; Auflage: 3 (2. Juni 2008)
Seiten:
Broschiert 140 Seiten
ISBN-13:
978-3000251627

„Panikattacke sucht neuen Wirkungskreis …“, von Marion Bohn lässt schon im Titel erkennen, dass sich hierbei nicht um ein klassisches Sachbuch handelt. Panikattacken und Ängste sind keine Lappalien, sondern für diejenigen, die sie aushalten müssen, ein echtes und ernstes Problem.
Ein Problem, das sich zu einer psychischen Erkrankung mit weitreichenden Folgen entwickeln kann. Marion Bohn ist selbst betroffen und so ist die Beschreibung ihrer eigenen Angstgefühle sicher hilfreich für Betroffene und bietet viele Informationen für andere Leser dieses Buches.
Aus den Beschreibungen der Autorin wird ersichtlich, dass Panikattacken ein Phänomen sind, das nicht wenige Menschen erfasst. Aber dann geht Marion Bohn dazu über, ihre eigene Geschichte und die Methodik, mit der sie ihre Ängste kontrolliert, zu verallgemeinern.
Sie geht hierbei noch über das eigentliche Buch hinaus und bietet Betroffenen die Möglichkeit, sie über das Netz zu kontaktieren und sich von ihr Hilfestellungen zur Bekämpfung der Panikattacken geben zu lassen.
Für Menschen mit leichten Angstgefühlen mag das hilfreich sein, aber wer ernsthaft betroffen ist und schon mit mäßigem Erfolg Therapien hinter sich gebracht hat, sollte sehr genau nachdenken, bevor er dieses Angebot in Anspruch nimmt.
Es ist mehr als zweifelhaft, inwieweit dieses Buch Angstpatienten helfen kann. Interessierte sollten das Buch lesen, es ist sehr flüssig geschrieben und vermittelt durchaus einen guten Eindruck vom Lebensgefühl einer Betroffenen.
Aber der Titel sollte Betroffene warnen. Panikattacken und deren Behandlung eigenen sich kaum als Spielwiese für Experimente und Selbstversuche.
Aber auch Betroffene können von diesem Buch profitieren, allerdings sollten sie sich dafür hüten, es zu ernst zu nehmen. Sonst findet die Panikattacke vielleicht einen neuen Wirkungskreis.